Die USA: Politik, Gesellschaft, Kultur...

Dieses Thema im Forum "Rest der Welt" wurde erstellt von stoz-b187, 14. Nov. 2006.

  1. Alhambra

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    Eine Freundin war kürzlich in den USA und hat ein 2. Weltkrieg Museum besucht.
    museumnazi.jpg
    Da wird alles sehr einseitig und nicht sehr differenziert dargestellt und Kinder neben ihr haben dann sowas gesagt wie "how can Germans be so evil?" Fast ein bisschen Volksverleumdung (Wort habe ich gerade erfunden, was wollt ihr machen?).
     
  2. GescheiterteExistenz

    GescheiterteExistenz Kenner

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    Wie ist das gemeint? Oder wie soll das dritte Reich und der Holocaust dargestellt werden, damit es differenziert ist?
     
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  3. --Cha\/ezz--

    --Cha\/ezz-- Moderator Supporter

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  4. Alhambra

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    Die Geschichte ist nicht Schwarz oder Weiss. Hitler war nicht einfach der Teufel. Die Deutschen waren nicht einfach alle böse.
    Alter, muss ich dir das wirklich erklären?! Und drei Trottel geben darauf ein "gefällt mir"?!

    Natürlich war das alles voll Scheisse, aber einbisschen differenziert muss man die Dinge schon betrachten.

    Ich verrate dir jetzt auch noch drei weitere Geheimnisse:
    Nicht alle Russen sind böse.
    Der Kommunismus war in seiner beabsichtigten Form eine gute Sache.
    Und auch nicht alle Araber sind böse.
     
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  5. GescheiterteExistenz

    GescheiterteExistenz Kenner

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    War eigentlich eine ernstgemeinte Frage, denn ich kenne solche Museen nicht. Mir ist halt nicht klar, inwiefern eine Ausstellung zum Holocaust oder anderen Verbrechen im zweiten Weltkrieg differenziert sein soll, wie diese genau aussehen soll. Ich habe auch nie behauptet, alle Deutschen seien böse.
     
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  6. Alhambra

    Alhambra Gold Status Member

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    Achso. Das Museum erzeugt den Eindruck, dass Deutsche böse Menschen sind. So der Eindruck meiner Freundin.

    Ich war auch schon an einer 2. Weltkrieg Fotoausstellung in der Schweiz und das war nicht, was ich am Ende mitgenommen habe.
     
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  7. raw_pxl

    raw_pxl Gold Status Member

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  8. IP.Saint

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    Differenziert fände ich wenn z.B. auch Widerstand in Deutschland gegen den Nationalsozialismus thematisiert wird. Wird das weggelassen und und nur die böse Seite gezeigt kann das leichter den Eindruck erwecken als wären halt alle so gewesen.
    Wie es jetzt in dem konkreten Museum aussieht kann ich nicht sagen.
     
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  9. Kotlecka der Gott

    Kotlecka der Gott Kenner

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    @Alhambra Meinte sie eventuell das sie das alles sehr an die Indiana Jones Filme erinnert?

    Den Amerikanern geht es weniger darum Deutsche als schlechte Menschen darzustellen sondern sich selbst als heroisch. Immerhin haben sie "ganz alleine" die Menschheit vor den Nazis gerettet.
     
  10. GODleeBarnes

    GODleeBarnes Gold Status Member

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    war vor 1 1/2 jahren im museum der toleranz in mexiko stadt. Vorgestellt werden da u.a. Ruanda, die Nazizeit, etc. aber nicht nur die Verbrechen, sondern auch einzelne Fälle wo Juden bspw. von Deutschen versteckt wurden, von Widerstand, etc. Man konnte da nicht einfach auf eigene Faust rumlaufen, sondern musste halt ne führung nehmen. Fand das ganze echt gut gemacht und mit nem schönen Appell. Auf jeden Fall hatten wir damals nen ami in der gruppe, der nachher meinte, dass die deutschen in der ausstellung viel zu gut wegkommen und er das alles ganz anders gelernt hätte.
     
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  11. Andy Dufresne

    Andy Dufresne Senior Member

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    kann auch daran liegen, dass der anteil der widerstandskämpfer in der bevölkerung eher marginal war


    nichtsdestotrotz ist es natürlich immens wichtig diese widerständler in museen abzubilden
     
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  12. Gronka Lonka

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    es ist halt auch verkürzt, die leute in täter und opfer einzuteilen und da keine schnittmenge zuzulassen. ist jemand, der sein halbes leben in der hitlerjugend etc. indoktriniert wurde, mit 18 an die front geschickt wurde, und schliesslich nach mehreren jahren im kriegsgefangenenlager mit hinkebein und regelmässigen panikattacken wieder nach hause kam, einfach nur ein täter? ist der mensch vielleicht nicht auch ein stückweit ein opfer der umstände, auch wenn er damals im krieg einen rotarmisten erschossen hat?

    natürlich hat der durchschnittliche deutsche soldat im zweiten weltkrieg unsäglich viel leid über die welt gebracht. aber einen teil dieses leids hat er selbst erfahren. dass g.i. joe auf der richtigen und soldat klaus auf der falschen seite der geschichte stehen würde, wurde in dem moment entschieden, als 1924 das eine kind in den usa und das andere in deutschland geboren wurde. die jeweiligen ideologien wurden meistens mitgetragen, aber das liegt an der sozialisation, die wiederum dem zufall geschuldet ist. eine bewusste entscheidung für das eine oder das andere stand da in den wenigsten fällen dahinter.
     
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  13. GODleeBarnes

    GODleeBarnes Gold Status Member

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    jo klar. das ganze war auch weit davon entfernt im verhältnis 1:1 abgebildet zu sein
     
  14. Schnik

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    Gut, so betrachtet wirkte das alles unglücklich formuliert...ich hab das wohl zu sehr auf unser Szenario bezogen. Das sieht woanders bestimmt auch mal anders aus.

    Die Bots bei uns haben keine KI. Sie verhalten sich nur unterschiedlich nach Zuständen...ähnlich wie beispielsweise son Computerspielskript, welches vielleicht Intelligenz vortäuschen soll...gelernt wird da aber nichts in Videospielen, wenn NPCs rumlaufen und agieren.

    Somit muss alles was einer menschlichen Entscheidungslogik unterliegt, auch vom Menschen gemacht werden und da gibt es für jeden etwas. Jeder Mensch ist ein Experte für komplexere Aufgaben, sofern alles mit ihm stimmt. So ist das ganz extrem im Bereich Service. Wir suchen Arbeiter für zig Jobs ohne Ausbildung. Das Problem ist da eher die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen.

    Es gibt mehr Arbeit als man stemmen kann...wirklich für jeden sofern er auch nur etwas denken kann und halt wirklich im wahrsten Sinne kein Vollidiot ist. Deshalb muss man auch die ganz simplen Dinge automatisieren. Den Robotern ist aber jeder Arbeiter deutlich überliegen und man spart Aufgaben wie z.B. stumpf listen von texten irgendwo einzuklimpern .

    Wenn man sich solchen Sachen bewusst wird, sollte man die Digitalisierung viel mehr als Chance sehen und nicht nur die Ängste, die natürlich vollkommen legitim sind, betrachten.
     
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    Zuletzt bearbeitet: 13. Feb. 2020
  15. --Cha\/ezz--

    --Cha\/ezz-- Moderator Supporter

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  16. Fiesoduck Rises

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    Bin ich hier richtig im irrelevante-Tweets-ohne-Kontext-oder-Relevanz-Thread?
     
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  17. esel

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    Vielleicht ist das Musuem unter dem Einfluß von "Hitler's willige Vollstrecker entstanden"? Dem Buch zu Folge gab es quasi Deutschen spezifische besondere Form des Antisemitismus, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt hätte und die zur Folge hatte, dass schon vor den Nazis die deutsche Gesellschaft von Vernichtungsphantasien gegenüber den Juden durchzogen war. Die Nazis haben demzufolge quasi nur noch den Volkswillen umgesetzt. Das Buch kam mit der 90er raus und war damals in Duetschland und wohl auch den USA ein relativ großes Thema, kann mir schon vorstellen, dass solche Bücher dann auch zu einer undifferenzierten Darstellung in einem Museum führen können. Ist ja auch irgendwo nachvollziehbar.
     
  18. Daffy Griswold

    Daffy Griswold Altgedient

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    ohne jetzt dieses museum zu bewerten (an dem bild seh ich nix verkehrtes) - die amis habens bei solchen themen nichso mit vollständigkeit...

    im nasa museum in huntsville wo wernher von braun gelebt hat ist ne riesen ausstellung über ihn und sein leben... und die biografie beginnt mit '1950 kam wvb nach huntsville', seine ns karriere wird mit keiner silbe erwähnt.
     
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  19. The Great Saiyaman

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  20. Clarence Boddicker

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    Wenn man dieses unsägliche Buch erwähnt, sollte man unbedingt hinzufügen, was der Begründer der Erforschung des Holocaust dazu gesagt hat:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Hitler's_Willing_Executioners#Reception
     

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