Sexismus, Feminismus, etc.

Dieses Thema im Forum "Rest der Welt" wurde erstellt von AMOKOMA, 17. Feb. 2018.

  1. Oбезьяна

    Oбезьяна Gold Status Member

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    Es ist eine psychische Störung! Die Abschaffung des psychologischen Gutachtens ist ein Fehler meiner Meinung nach. Mit den Beiträgen der Betroffenen zum Gesetzesentwurf wäre ich sehr sehr vorsichtig. Ich habe große Zweifel daran dass eine Änderung eines Geschlechtseintrags und Vornamens an ihrer Geschlechtsdysphorie etwas ändert. Eher sollte man die Betroffenen vor sich selbst schützen.
    Eine Patientin mit einer Essstörung entwirft auch nicht ihren eigenen Ernährungsplan in der Kilinik.
     
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  2. Chalaco

    Chalaco Altgedient

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    Die wollen ja auch im Nachhinein ändern was in die Geburtsurkunde eingetragen wird.
     
  3. Svansen

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    Nach aktuell gültiger Klassifizierung stimmt das nicht. Der Vergleich mit Magersucht ist auch ein wenig schief.
     
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  4. Murmel

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    inwiefern genau?
     
  5. Suedberliner

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    Gibt einige Krankheiten die nicht als solche klassifiziert sind
     
  6. Clarence Boddicker

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    Wenn jemand seine Transsexualität lebt, lindert das sein Leiden. Jemand, der seine Magersucht auslebt, stirbt irgendwann.
     
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  7. Oбезьяна

    Oбезьяна Gold Status Member

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    DSM-5, oder irre ich mich da?
    In beiden Fällen versuchen die Betroffen doch etwas zu erreichen womit sie nie zufrieden sind, wo sie sich selbst nach all den verlorenen Kilos und Hormonen/Operationen immer noch nicht wohl fühlen im eigenen Körper.
     
  8. Murmel

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    okay, das ergibt sinn, wobei ich mir das erste nicht unbedingt in jedem fall so eindeutig denke.
     
  9. Suedberliner

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    Paedophilie is ebenfalls als psychische Stoerung klassifiziert. Wenn die jemand auslebt, stirbt allerdings auch oft jemand.
     
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  10. Murmel

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  11. Clarence Boddicker

    Clarence Boddicker Altgedient

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    Kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich beurteilen, weil ich mich mit dem Thema so gut wie nicht beschäftigt habe. Aber das, was ich bisher gelesen hab, hat auf mich den Eindruck gemacht, als seien derartige Maßnahmen die einzige Möglichkeit, Trans-Menschen überhaupt irgendwie zu helfen. Jedenfalls führt eine Geschlechtsangleichung nicht zum Tod, nichts mehr essen allerdings schon.
    Ja, klar. Deswegen kannst du halt keine pauschale Vorgehensweise festlegen. Jede Störung braucht nen individuellen Behandlungsansatz.
     
  12. Svansen

    Svansen Moderator Supporter

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    ICD-11 ist mein Bezug
     
  13. Daffy Griswold

    Daffy Griswold Altgedient

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    weil der eintrag in ihren augen ja von anfang an falsch war, da sie doch - obwohl geschlechtsidentität nur ein soziales konstrukt ist - von geburt an ein echter mann mit männlicher geschlechtsidentität waren und deshalb soll das auch in ihrer geburtsurkunde stehen.

    dass geburtsurkunden, pässe etc. nicht umgehenden den wünschen der trans*person angepasst werden, ist cissexistische diskriminierung.
     
  14. Clarence Boddicker

    Clarence Boddicker Altgedient

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    Geschlechtsidentitätsstörung oder? Muss ehrlich sagen, dass sich mir nicht erschließt, warum das mehr als ein Euphemismus sein soll, der erfunden wurde, damit die Betroffenen sich nicht diskriminiert fühlen. Ich mein das keinesfalls abwertend. Wer ein ernstes Problem hat, verdient Empathie, egal wie man das Problem nennt. Aber finde diese ganze Transsexuellen-Diskussion bringt immer so einige Ungereimtheiten mit sich.
     
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  15. Oбезьяна

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    Was ich gelesen habe sagt aus dass selbst eine Hormonbehandlung/Geschlechtsumwandlung kaum was am destruktiven Verhalten der Betroffenen ändert. Kaum Unterschiede was den Missbrauch von Drogen/Alkohol/Medikamenten und der Suizidraten bzw. -versuche anbelangt. Bei meinem Beispiel oben ging es mir darum dass die Betroffenen nicht in der Lage sind objektiv zu entscheiden was für sie das beste ist bzw. ihrer Gesundheit förderlich ist, wie eben die Patientin mit Essstörung bei ihrem Ernährungsplan. Wenn schon die angesprochene Hormonbehandlung/Geschlechtsumwandlung nicht die erhoffte Wirkung zeigt, was genau erhofft man sich von der Lockerung der Bedingungen zu Änderung eines Geschlechtseintrags und Vornamen? Sobald die Tinte auf dem entsprechenden Dokument getrocknet ist ist auch der Konflikt mit der eigenen Geschlechtsidentität wieder da.
    Oh boy. Das habe ich gar nicht mitbekommen. Soll aber erst 2022 in Kraft treten.
    Auch das ist ein Fehler meiner Meinung nach. Was mich aber besonders aufregt und anwidert ist folgender Entschluss:
     
  16. Clarence Boddicker

    Clarence Boddicker Altgedient

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    Kannst du mal was verlinken, um das zu untermauern? Das hab ich nämlich noch nie gehört.
     
  17. Oбезьяна

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    Ich muss mich korrigieren, ich hatte es anders in Erinnerung. Die Studie die ich im Kopf hatte verglich Transgender nach der Geschlechtsumwandlung mit der Allgemeinbevölkerung, nicht mit Transgendern vor der Geschlechtsumwandlung.
    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0016885

    Aber was die Wirksamkeit der Maßnahmen anbelangt kannst du hier lesen.
    https://www.theguardian.com/society/2004/jul/31/health.socialcare
     
  18. Clarence Boddicker

    Clarence Boddicker Altgedient

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    Naja, die Studie sagt jetzt aber explizit nicht, dass Geschlechtsangleichungen nichts bringen, sondern bescheinigt ihnen im Gegenteil sogar positive Effekte. Nur halt möglicherweise keine ausreichenden. Aber das find ich auch nicht sonderlich überraschend. So ziemlich jedes Problem, das die Psyche betrifft, ist relativ schwer zu behandeln. Und auch eine Transfrau wird bemerken, dass ihr "neuer" Körper nicht das gleiche ist wie das, was sie eigentlich anstrebt. Den Artikel lese ich vielleicht später noch.
     
  19. Oбезьяна

    Oбезьяна Gold Status Member

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    In der ersten verlinkten Studie ist die Rede davon dass eine Geschlechtsangleichung 'mildernd' wirkt, jedoch weiterhin zu einer psychastrische Behandlung danach geraten wird. Im Guardian Artikel klingt das dann noch nüchterner. Das entscheidende ist doch dass wir hier über drastische Eingriffe (Geschlechtsangleichung, Hormone, andere operative Eingriffe) reden die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Und für all diese drastischen Eingriffe gibt es keine eindeutigen Belege dass sie auch tatsächlich wirken bzw. den Betroffenen helfen. Siehe Zitat aus dem Artikel.
    Du sagst es selbst dass eine Behandlung der Psyche schwer ist. Wie schwer wird es erst wenn es kein zurück mehr gibt für die Betroffenen? Glücklicherweise werden nun Stimmen laut die ihre transition bereuen und davor warnen.
     
  20. Clarence Boddicker

    Clarence Boddicker Altgedient

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    Ja, gut. Aber wie sehr dieses Unbehagen jetzt durch die Geschlechtsangleichung gelindert wird, steht da nicht. Vor allem nicht, dass das kaum nen Unterschied macht, wie du ja eingangs suggeriert hast. Und da steht auch nicht, dass Suizidalität grundsätzlich auftritt. Im Guardian Artikel sagt ein Experte, etwa ein Fünftel derer, die keine OP bekommen, würden sich umbringen. Kein Plan, ob das zutrifft. Aber wär tatsächlich mal interessant, die Zahlen vor der OP und danach zu vergleichen.
    Das ist eine Einschätzung des Forschungsstandes von 2004. Keine Ahnung, wieso du der Meinung bist, das sei heute, 15 Jahre später, eine gute Grundlage für die Behauptung, es gebe keine eindeutigen Belege. Wie gesagt, ich hab kaum Plan von dem Thema, aber das überzeugt mich jetzt auch nicht.
     

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